Rund um Nida

8.3 km · ~149 Min. · 14 Stationen · kostenlos

Nida ist schön, doch rund um Nida ist es noch schöner! Wenn Sie diese Route absolvieren, lernen Sie die wahre Kurische Nehrung und die Vielfalt ihrer Landschaft kennen: die Ufer des Haffs und der Ostsee, die Niederungswiesen am Haff und an der Küste, den Großen Dünenkamm und den schützenden Küstendünenkamm. Sie bewundern die beeindruckenden Ausblicke auf die Parnidis-Düne, besuchen die archäologische Siedlung der „Fünf Hügel“, das Tal des Todes, wo französische Kriegsgefangene festgehalten wurden, und den Standort der ehemaligen Segelflugschule.

  1. Anfang (Ende) der Route

  2. Tal der Stille

    Als Tal der Stille bezeichnete man einen ruhigen Ort am Fuße der Düne, an dem kein Wind weht. Dieses Tal zeichnet sich durch eine besondere Artenvielfalt aus. Hier sammelt sich das Grundwasser der Dünen, sodass man sowohl für Sandflächen als auch für Feuchtgebiete typische Pflanzen sehen kann.

  3. Mergelaufschlüsse am Haff

    Dies ist ein einzigartiges Naturdenkmal, das nur auf der Kurischen Nehrung zu sehen ist. Die hellgrauen, geschichteten Erdhügel am Haffufer entstanden, als eine zum Haff hin wandernde Düne eine Schlickschicht an die Oberfläche drückte.

  4. Parnidis-Haken

    Die Haken der Kurischen Nehrung entstanden etwa im 16.–19. Jahrhundert, als gewaltige Sandmassen vom Meer her wanderten. Den von den Ostseewellen angeschwemmten Sand trug der Westwind nach Osten. Dort, wo die Sandmasse die Dünenkette durchbrach, erstreckten sich lange Haken ins Haff hinein.

  5. Aufschlüsse

    Hier findet ein ständiger Wandel statt: Die von den Haffwellen umspülten Ufer rutschen abwärts – so entstehen neue Untiefen, und die Aufschlüsse vergrößern sich.

  6. Standort der Segelflugschule Nida

    An dieser Stelle im Landschaftsschutzgebiet Parnidis, unweit der Großen Düne des Grobštas-Reservats, wurde 1933 die Segelflugschule des Aeroklubs gegründet – das wichtigste Sommerlager der litauischen Segelflieger. Hier wurden die Piloten des unabhängigen Litauen ausgebildet, und es wurden zahlreiche Segelflugrekorde aufgestellt. Sie bestand bis 1939, der Besetzung des Memellandes. An die einstige

  7. Steinzeitliche Siedlung

    An dieser Stelle wurde im 19. Jahrhundert eine der größten spätneolithischen Siedlungen entdeckt, die als Siedlung der Fünf Hügel bezeichnet wird. Archäologische Funde zeigen, dass hier vor 4–5 Tausend Jahren Menschen lebten.

  8. Strand

    Die von Wellen und Sand geglätteten Kieselsteine zeigen, dass der Uferhang flach ist. Die interessantesten Funde sind Fossilien und kleine Steine mit Löchern. Man sagt, sie bringen Glück.

  9. „Märchenhaus“

    Es wurde Anfang des 20. Jahrhunderts vom deutschen Schauspieler, Schriftsteller und Fotografen P. Isenfels erbaut. Seine Postkarten mit Ansichten von Nida waren sehr beliebt.

  10. Ethnografischer Friedhof

    Auf dem alten Nidaer Friedhof aus dem 19. und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts können Sie die Krikštai sehen. Dies sind für die Kurische Nehrung typische Grabmäler, deren Geschichte bis in heidnische Zeiten zurückreicht. Sie wurden aus Holz gefertigt und am Fußende des Grabes aufgestellt. Die Holzart, aus der ein Krikštas geschnitzt wurde, und seine Verzierung hingen vom Geschlecht und Alter

  11. Blick auf Skruzdynė

    Dies ist eine historische Vorstadt von Nida, heute ein Teil des Ortes. Im einstigen Hotel H. Blode war hier die Künstlerkolonie Nida ansässig, die Künstler aus ganz Deutschland anzog und Nida in aller Welt berühmt machte.

  12. Friedhof der Förster

    Der Posthalter G. D. Kuwert begann als Erster, die Nida bedrohenden Dünen zu bepflanzen. Sein Sohn, der sein Werk fortsetzte, und andere Förster sind nebenan bestattet.

  13. Baumbewachsene Dünen

    Der Pfad führt durch einen Urwald, den der vom Meer her vorrückende Sand nicht verschütten konnte. Die kleineren, gleich alten Kiefern wurden Ende des 19. Jahrhunderts gepflanzt.

  14. Tal des Todes

    Man nimmt an, dass sich in diesem Tal Ende des 19. Jahrhunderts ein Lager für französische Kriegsgefangene des Deutsch-Französischen Krieges von 1870–1871 befand. Dieses Lager wurde in den Sandflächen der Nehrung als Antwort auf die Franzosen errichtet, die in den Wüsten Nordafrikas Lager für deutsche Kriegsgefangene eingerichtet hatten. Bislang wurden jedoch keine archäologischen Untersuchungen d

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